MÜNCHEN Heute findet in München die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium initiierte VentureCon Bioeconomy statt. Die von BayStartUP organisierte Investorenkonferenz bringt ausgewählte Vertreter der großen europäischen Climate Tech Venture-Capital-Fonds und Privatinvestoren mit Start-ups zusammen, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen die Transformation zu einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaft vorantreiben.
17 Start-ups haben auf der Investorenkonferenz Lösungen in den Bereichen nachhaltige Landwirtschaft, effizientes Ressourcenmanagement und innovative Materialwissenschaften präsentiert. Schwerpunkte waren die Entwicklung umweltschonender Alternativen zu traditionellen Materialien und Prozessen, die Förderung der Kreislaufwirtschaft durch Recycling und der KI-Einsatz zur Steigerung der Ressourceneffizienz. Ziel ist es, den CO2-Fußabdruck zu minimieren und langfristig tragfähige Wertschöpfungsketten mit ökologischen und ökonomischen Vorteilen zu etablieren.
Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt: "Bayern ist Heimat für Bioökonomie. Die präsentierten Innovationen machen Mut, sie stehen für echten Fortschritt und berechtigten Optimismus. Wir sehen einen Ausblick, wie Ressourcenschutz, neue Arbeitsplätze und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Genau solche Lösungen brauchen wir, um die großen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Viele dieser Start-ups haben das Potenzial, ihre Märkte zu erobern und echten Wandel anzustoßen. Mit unserem klaren Fokus auf die Bioökonomie hat Bayern bereits viel erreicht – und ist bundesweit Vorreiter.“
Dr. Michael Brandkamp, Managing Partner des European Circular Bioeconomy Fund (ECBF), ergänzt: „Wenn wir die Augen verschließen, wird der Klimawandel nicht verschwinden! Vielmehr wird es für uns überlebenswichtig, die Wirtschaft so zu gestalten, dass die Natur erhalten bleibt. Dafür brauchen wir eine biobasierte Kreislaufwirtschaft. Bioökonomie-Start-ups werden in Zukunft, wenn die Gesellschaft wieder aufwacht, die dringend benötigten Innovationen für die großen Unternehmen liefern, die das Thema heute vernachlässigen. Aber diese Start-ups brauchen einige Jahre, um erfolgreich zu sein. Deshalb ist es heute attraktiv, in die Bioökonomie zu investieren.“
BayStartUP-Geschäftsführer Dr. Carsten Rudolph sagt: „Die VentureCon Bioeconomy dient nicht nur als Plattform für Start-ups zur Präsentation ihrer Innovationen, sondern ermöglicht auch intensive Netzwerkarbeit mit Investoren und Branchenführern. Dies fördert die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Technologien, die essenziell für die ökologische und wirtschaftliche Zukunft Bayerns sind.
Isabelle Canu, Partnerin Green European Tech Fund (GET) ist überzeugt: "Inmitten geopolitischer Spannungen und ökologischer Kipppunkte stehen wir vor einer einmaligen Chance, Europas Wettbewerbsfähigkeit durch Transformationen neu zu definieren. Europa hat alle nötigen Ingredienzien, um bei nachhaltigen und digitalen Cleantech Geschäftsmodellen global führend zu sein. Venture Capital Investoren haben die Verantwortung, die wirtschaftlich aussichtsreichsten nachhaltigen Geschäftsmodelle zu finanzieren und gemeinsam mit den Gründerteams zu skalieren. Europa muss massiv in transformative Technologien investieren, denn mittel- und langfristig sind es vorrangig Umwelt- und Klima-Risiken, die unseren Wohlstand gefährden.“
Bayerns Bioökonomiestrategie Zukunft.Bioökonomie.Bayern strebt eine Reduktion des Verbrauchs fossiler Rohstoffe an und fördert nachhaltige, biobasierte Technologien und Prozesse, die Umwelt-, Ressourcenschutz und Biodiversität verbessern. Ein wesentlicher Aspekt ist die Nutzung heimischer nachwachsender Rohstoffe, um fossile Importe zu ersetzen und die lokale Wirtschaft zu stärken. 80 Prozent der Maßnahmen der Bioökonomiestrategie wurden bereits in Angriff genommen oder umgesetzt. Für den Erfolg der Strategie ist eine enge Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Akteure unerlässlich, um einen nachhaltigen, den planetaren Grenzen entsprechenden Kreislauf zu etablieren.
Ansprechpartner: Aaron Gottardi, stv. Pressesprecher
Pressemitteilung-Nr. 96/25