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Aiwanger: "Die Wiederinbetriebnahme des Sägewerks ist ein wichtiger Erfolg für die Holzindustrie"

PLÖßBERG  Nach der Übernahme durch die Rettenmeier Holding AG ist das frühere Ziegler-Sägewerk in Plößberg wieder in Betrieb. Die Zustimmung der Kartellbehörden liegt vor und der Abschluss der Übernahme aus der Insolvenz befindet sich in den finalen Zügen. Das Unternehmen firmiert künftig als Rettenmeier Holzindustrie Plößberg GmbH. Alle Standorte und rund 650 Arbeitsplätze bleiben erhalten. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hatte sich stets für einen Weiterbetrieb des Sägewerks eingesetzt. Beim heutigen Besuch sagte er: "Das ist ein guter Tag für die Holzbranche und die gesamte Region. Die Wiederinbetriebnahme des Sägewerks durch das bayerische Unternehmen Rettenmeier ist ein wichtiger Erfolg für die Holzindustrie, die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und die privaten Waldbesitzer. Ich freue mich für die mehr als 600 Beschäftigten, deren Stellen nun wieder gesichert sind. Mich freut es auch, dass die Waldbesitzer der Region wieder einen gesicherten Absatz ihres Holzes haben. Wichtig ist, dass jetzt auch genügend Holz geliefert wird, was durchaus möglich ist, weil viel erntereifes Holz in den Wäldern steht. Die Holzpreise sind aktuell ganz gut und es ist besser, jetzt Holz zu machen als zu warten bis wieder der Käfer zuschlägt und die Preise kaputt macht. Durch die konstruktiven Gespräche in den letzten Monaten und die enge Begleitung – auch durch die BaySF – bleibt die Region somit in Zukunft ein bedeutender Standort für die Holzverarbeitung."
 
Durch die Übernahme steigt die Rettenmeier Holding AG in die Top drei der Nadelholzsägewerke Europas auf und betreibt nun sechs Standorte mit insgesamt 1.600 Mitarbeitern. 
 
Wirtschaftliche Entwicklung der Holzindustrie in Bayern
Im Jahr 2022 wurden in Bayern insgesamt 507 kleine und mittlere Sägewerke betrieben, die zusammen 2,49 Millionen Festmeter Rundholz zu 1,56 Millionen Kubikmetern Schnittholz verarbeiteten. Dabei entfielen 78,2 Prozent des Einschnitts auf Nadelholz-Sägewerke.
Der Umsatz der gesamten Holzindustrie in Bayern belief sich im Jahr 2023 auf rund 8,6 Milliarden Euro. Die Branche steht jedoch vor Herausforderungen: Bereits 2022 war die Binnennachfrage deutlich gesunken, und die Geschäftslage der Säge- und Holzindustrie entwickelte sich im Folgejahr weiter negativ. Die Krise in der Bauwirtschaft sorgte in Deutschland für einen erheblichen Rückgang der Nachfrage nach Bauholzprodukten, während die schwache weltweite Konjunktur den Export nicht als Ausgleich nutzen konnte.

 

Ansprechpartnerin:

Franziska Meinl

Stellv. Pressesprecherin


Pressemitteilung-Nr. 97/25
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger beim Rundgang mit Dr. Stephan Lang (CEO) durch das Werk. Foto: StMWi.
Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger beim Rundgang mit Dr. Stephan Lang (CEO) durch das Werk. Foto: StMWi.
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