MÜNCHEN Das vom US-Präsidenten Donald Trump angekündigte Zollpaket wird auch die bayerische Wirtschaft hart treffen. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger warnt: "Das amerikanische Zollpaket schadet beiden Seiten und ist eine konkrete Gefahr für unsere Wirtschaft. Die Vereinigten Staaten sind unser wichtigster Exportmarkt. Allein im vergangenen Jahr haben unsere Unternehmen Waren im Wert von 29 Milliarden Euro dorthin geliefert. Wenn sich die USA jetzt abschotten, steht für unsere heimische Wirtschaft viel auf dem Spiel, aber auch für die amerikanischen Handelspartner und Verbraucher, weil Importe aus Europa verteuert werden. Wertschöpfungsketten, Arbeitsplätze und Investitionen sind unmittelbar bedroht. Je nach Unternehmen sprechen wir hier von Zusatzkosten sogar in dreistelliger Millionenhöhe. Betroffen sind insbesondere unsere Automobilhersteller und -zulieferer, die Chemieindustrie sowie die Maschinenbauer. Wir stehen in Bayern für freie und faire Märkte. Deshalb werden wir unsere internationalen Handelsbeziehungen entschlossen weiter ausbauen, gemeinsam mit unseren europäischen Partnern und weltweit. Mit Bayern International und unseren 30 Außenhandelsvertretungen sind wir dafür bestens aufgestellt. Bayern wird noch intensiver daran arbeiten, die internationalen Handelsbeziehungen zu diversifizieren und neue Märkte aufzubauen.“
Der Minister warnt vor den Folgen eines Handelskrieges: „Zölle bedingen Gegenzölle, ein Handelskrieg kennt am Ende nur Verlierer. Die EU-Kommission muss deshalb in Verhandlungen mit den USA versuchen, das Schlimmste abzuwenden.“
Ab dem 09. April sollen für Exporte aus der Europäischen Union in die USA ein pauschaler Einfuhrzoll in Höhe von 20 Prozent fällig werden. Bereits jetzt gilt ein Zoll von 25 Prozent für Autos aus der EU. Derzeit sind rund 700 bayerisch kontrollierten Unternehmen in den USA aktiv, die für mehr als 700.000 Arbeitsplätze sorgen und mehr als 130 Milliarden Euro zur gesamten Bruttowertschöpfung in den USA beitragen. Die USA sind mit 29 Milliarden Euro der wichtigste Exportmarkt für bayerische Unternehmen. Umgekehrt importierte Bayern im Jahr 2024 Waren und Güter im Wert von fast 13 Milliarden Euro aus den USA.
Ansprechpartner: Aaron Gottardi, stv. Pressesprecher
Pressemitteilung-Nr. 113/25