Zur Navigation springen Zum Inhalt springen Zur Fußzeile springen

Kultur- und Kreativwirtschaft

Die bayerische Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine starke und zukunftsrelevante Wirtschafts- und Wachstumsbranche. Im Jahr 2020 betrug der Anteil der Kultur- und Kreativwirtschaft an der gesamten bayerischen Bruttowertschöpfung 3,5 Prozent und ist damit z. B. vergleichbar mit dem des Maschinenbaus (3,5 Prozent) und größer als der Anteil der Gastronomie (1,0 Prozent) oder der Chemieindustrie (0,6 Prozent).

Kulturelle und kreative Präsenz nimmt eine zentrale Funktion sowohl in urbanen Zentren als auch im ländlichen Raum ein, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben leistet, indem sie in vielfältiger Weise zur Verbesserung der Lebensbedingungen und zu einer nachhaltigen Standortentwicklung beiträgt.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist sehr heterogen und umfasst elf Teilmärkte, die in vielfältiger Weise miteinander interagieren. Alle Teilmärkte werden durch den schöpferischen Akt geeint. Die Teilmärkte Werbemarkt und Software- und Games-Industrie bilden die Kreativwirtschaft, die restlichen neun Teilmärkte die Kulturwirtschaft.

Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern

In Bayern erfolgt die Branchenbetreuung aufgrund der Heterogenität der Teilmärkte über verschiedene Ressorts. Das Bayerische Wirtschaftsministerium betreut die Teilmärkte Architekturmarkt, Designwirtschaft, Kunstmarkt und Werbemarkt und hat die teilmarktübergreifende Koordination inne.

Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (BZKK)

bayernkreativ in Nürnberg ist seit 2014 als Bayerisches Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (BZKK) die Anlaufstelle für die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft im Freistaat. Durch Beratungs- und Netzwerkaktivitäten sowie teilmarktübergreifende Workshops und Veranstaltungen wird die Branche unterstützt. Seit 2020 ist bayernkreativ Teil der Bayern Innovativ.

 

Dritter Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht

Zweiter Kultur- und Kreativwirtschaftsbericht

Der Architekturmarkt ist einem tiefgreifenden Wandel unterworfen, da zunehmend nachhaltige Faktoren – wie Energieeffizienz, nachhaltige Bauweisen und Baumaterialien, Sanierungen statt Neubauten – in die Gebäude- und Flächenplanung mit einfließen. Architekturbüros für Hochbau, die Innenarchitektur, die Orts-, Regional- und Landesplanung, die Garten- und Landschaftsgestaltung und die Restauratorinnen und Restauratoren bilden den Architekturmarkt.

Designwirtschaft in Bayern

Die Designwirtschaft ist eine der wachstumsstärksten und vielfältigsten Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Sie umfasst die Bereiche Industrie-, Produkt- und Mode-Design, Grafik- und Kommunikationsdesign, Interior-Design und Raumgestaltung, Büros für Innenarchitektur, Werbegestaltung, Schmuckherstellung, Gold-, Silberschmiedewaren sowie die selbständigen Fotografinnen und Fotografen.

Weitere Informationen

Einer der kleinsten Teilmärkte der Kreativwirtschaft ist der Kunstmarkt – gemessen an der Zahl der Unternehmen und der Umsätze. Er setzt sich aus den bildenden Künstlerinnen und Künstlern, den Museumsshops, dem Einzelhandel mit Kunstgegenständen (Galerien, Auktionshäusern) und dem Einzelhandel mit Antiquitäten zusammen.

Die Wirtschaftszweige Werbegestaltung und Werbevermittlung (Medienagenturen, die Werbeflächen und -zeiten vermitteln) bilden den Werbemarkt, der starke Überschneidungen (Werbegestaltung) mit der Designwirtschaft aufweist.

Förderung von Projekten aus der Kultur- und Kreativwirtschaft

Der Freistaat Bayern gewährt Zuwendungen für Projekte von Maßnahmenträgern aus der Kultur- und Kreativwirtschaft.

Die Förderung dient

  • der Entwicklung und Stärkung der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft sowohl in urbanen Zentren als auch in ländlichen Regionen und damit verbunden der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft,
  • dem Austausch zwischen allen Teilmärkten und Sektoren der bayerischen Kultur- und Kreativwirtschaft und der Vernetzung der Kreativen aus verschiedenen Teilmärkten (Unterstützung von Netzwerkbildung),
  • der Forcierung der Cross-Innovation (branchen- bzw. disziplinübergreifende Zusammenarbeit von Kreativschaffenden, Unternehmen, kulturellen Einrichtungen und (Kunst-)Hochschulen (beispielsweise in Innovationslabs) und Verdichtung kultur- und kreativwirtschaftlicher Ökosysteme, sowie
  • der Verstärkung der Sichtbarkeit kreativer Leistungen.

Gefördert werden können Projekte, die dazu beitragen, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft in Bayern entsprechend der oben aufgelisteten Förderzwecke weiterentwickelt, gestärkt und vernetzt wird. Die Projekte müssen dabei eine wirtschaftliche Ausrichtung haben. Eine Förderung erfolgt vorbehaltlich vorhandener Haushaltsmittel. Es besteht kein Anspruch auf eine Förderung.

Voraussetzung für die Antragstellung ist unter anderem, dass das Projekt nicht ohne die beantragte Förderung realisiert werden kann. Mit der Projektmaßnahme darf noch nicht begonnen worden sein. Näheres ist der Förderrichtlinie zu entnehmen.

Erste Anlaufstelle für eine fachliche Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung sind die bayern design GmbH (speziell für den Bereich der Designförderung) sowie das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft (BZKK). Bitte bedenken Sie, dass die Bearbeitung eines Antrags einige Wochen in Anspruch nehmen kann. Veranstaltungen können daher grundsätzlich nur gefördert werden, wenn die vollständigen Antragsunterlageninklusive fachlicher Bewertung durch die bayern design GmbH oder das Bayerische Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft mindestens drei Monate vor dem geplanten Veranstaltungstermin vorliegen.

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen (FAQs) zur Richtlinie.

Das Neue Europäische Bauhaus

Klimawandel, die Erschöpfung natürlicher Ressourcen oder der demografische Wandel: Angesichts der ökologischen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit müssen wir uns fragen, wie wir in Zukunft leben wollen. Die Initiative der EU-Kommission Neues Europäisches Bauhaus (NEB) ruft dazu auf, gemeinsam Ideen für die nachhaltige, ästhetische und inklusive Gestaltung von Orten, Produkten und Lebensweisen zu finden. Mit den Grundsätzen Nachhaltigkeit, Inklusivität und Ästhetik verleiht das Neue Europäische Bauhaus dem europäischen Green Deal eine kulturelle und kreative Dimension.

 

Mehr zum Neuen Europäischen Bauhaus